Freiwillige Feuerwehr Langendiebach

Ein „Herzliches Dankeschön“ an die Bürgerinnen und Bürger

Wie in den vergangenen Jahren, trafen sich auch in diesem Jahr am ersten Samstag nach dem „Dreikönigstag“ die Jugendfeuerwehrmitglieder der Jugendfeuerwehr Erlensee an den jeweiligen Feuerwehrhäusern um die alljährliche Christbaumsammlung durchzuführen. Unterstützt wurden die Jugendlichen von zahlreichen Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung, des Feuerwehrvereins sowie von örtlichen Landwirten.

Nach der Mannschaftseinteilung auf die bereitstehenden Traktoren und der Zuweisung eines Sammelgebietes startete, bei frühsommerlichen Temperaturen, die Christbaumsammlung. Gegen einen Obolus von einem Euro pro Baum, der in voller Höhe der Jugendfeuerwehrkasse zugute kam, wurden alle bereitgelegten, ausgedienten Weihnachtsbäume eingesammelt. Viele Bürgerinnen und Bürger, die selbst keinen Baum zu entsorgen hatten, leisteten ebenfalls ihrem Beitrag in die Jugendfeuerwehrkasse und so konnte ein beachtlicher Betrag gesammelt werden. Die Jugendfeuerwehr hat aber auch dieses Jahr wieder die Erfahrung gemacht, dass gerade in Häusern mit mehreren Wohnparteien die Bäume gesammelt an einen Platz gelegt werden, aber leider kein Ansprechpartner vorhanden war. In solchen Fällen wäre es wünschenswert, wenn die Spenden ebenfalls zentral gesammelt und an ein Mitglied der Jugendfeuerwehr übergeben werden.

Die Jugendfeuerwehrwehren sind auf Spenden der Bevölkerung angewiesen. Durch die Christbaumsammelaktion wird die Kasse erheblich aufgebessert. So können sich Lehrausflüge, Zeltlagern und sonstige Spesen geleistet werden.

Die Jugendfeuerwehr spricht dafür den Bürgern ein „Herzliches Dankeschön“ aus. Herzlich bedanken möchten sich die Jugendfeuerwehrleute in diesem Jahr besonders bei ihren seit Jahren bestehenden „Haltestellen“: Verschnaufpausen wurden bei vielen Gönner der Feuerwehr eingelegt. Hier wurden die Feuerwehrwehrleute mit erfrischenden Getränken und Naschereien versorgt.

Ebenfalls ein herzliches Dankeschön ergeht an unsere örtlichen Landwirte für die Bereitstellung der Fahrzeuge mitsamt Anhänger und natürlich auch Fahrer.

 

 

 

 

 

Ein ausgedehnter Wohnhausbrand in der Leipziger Straße sorgte am vergangenen Freitag für einen nächtlichen Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr Erlensee. Gegen 22:00 Uhr hatte die Leitstelle die Einsatzkräfte alarmiert nachdem ein Bewohner des Hauses den Notruf gewählt hatte.

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Bald ist es vorbei mit dem großzügigen Üben auf dem ehemaligen Stützpunkt der US-Armee in Erlensee, denn wo bis vor einigen Jahren noch Hubschrauber landeten sieht es mittlerweile aus wie auf einer Großbaustelle. Währenddessen darf die Feuerwehr das Gelände jedoch weiterhin nutzen um ihre Einsatzkräfte realitätsnah ausbilden zu können. Am vergangenen Donnerstag kam auch die Jugendfeuerwehr bei einer Heißübung in den Genuss dieses Vorzugs.

Bei der Abschlussübung durfte der Nachwuchs inmitten der ehemaligen Housing Area selbst ein echtes Feuer löschen.

Zwar war das Feuer kein Großbrand, sondern einige Heuballen die von den Übungsleitern zuvor in Brand gesetzt wurden, doch das reichte um die Kinderaugen zum Leuchten zu bringen – und das nicht nur wegen des flackernden Feuerscheins.

Mit Blaulicht und Martinshorn kamen die Löschfahrzeuge heran gerauscht und dann ging alles ganz schnell. Absitzen, aufstellen, Aufgaben verteilen!

Einsatzleiter Jonas Wacker entschied die Brandbekämpfung mit 3 Strahlrohren vorzunehmen.

Sekunden später, nachdem der Mann am Verteiler dem Wasser freien Lauf gelassen hatte, war vom flackernden Feuer nur noch ein verkohlter, dampfender Haufen übrig.

Unter Anleitung der Betreuer zogen die Jugendlichen das Heu mit Mistgabeln auseinander und löschten die darunter verborgenen Glutnester ab.

Erlensee. Anhand von deutlichen Zahlen belegte Stadtbrandinspektor Werner Beier bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Erlensee am vergangenen Freitag in der Erlenhalle, was viele ohnehin schon lange vermutet hatten. Die Zahl der tatsächlich geleisteten Stunden zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger war um ein vielfaches höher als bisher angenommen.

Durch Neuerungen im Dokumentationssystem boten sich erstmals neue Auswertungsmöglichkeiten an, so dass viele Stunden die früher lediglich geschätzt wurden, nun exakt erfasst werden konnten. Waren es 2012 noch insgesamt 5479 geleistete Stunden erhöhte sich die Zahl 2013 dadurch auf insgesamt 10.020 Stunden.

Darunter fielen auch die Einsatzzahlen, die im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls angestiegen waren.

Insgesamt rückten die Einsatzkräfte 2013 zu 182 Einsätzen aus, darunter 50 Brandeinsätze, 58 Hilfeleistungen und 14 Voraushelfer Einsätze.

Durch den stetigen Rückgang der Mitgliederzahlen, stieg damit die durchschnittliche Belastung für jeden der rund 81 aktiven Einsatzkräfte von denen derzeit 35 als Atemschutzgeräteträger ausgebildet sind.

Daran seien zu einem großen Teil die berufliche Mehrbelastung vieler Feuerwehrleute schuld, durch die es immer schwieriger wird an den regelmäßigen Ausbildungsveranstaltungen teilzunehmen, begründete Werner Beier den Rückgang.

Auch habe die Einführung des Digitalfunks und die damit verbundenen Pflichtseminare für Feuerwehrangehörige mit Sprechfunkberechtigung zusätzliche Stunden in Anspruch genommen, so Beier weiter.

Kreisbeigeordneter Fritz Schüssler, der als Vertreter des Landrats Versammlung beiwohnte, zeigte sich beeindruckt wie leistungsstark die Feuerwehr in Erlensee dennoch aufgestellt ist. Als ehrenamtlichen Politiker könne er es nachvollziehen, wenn man die nötige Zeit von der Freizeit abschneide und sie für die Allgemeinheit einsetze, äußerte sich Schüssler und fügte hinzu das Politiker im Gegensatz zur Feuerwehr dabei allerdings nicht Leib und Leben riskierten. Als Anerkennung der geleisteten Arbeit überreichte er eine kleine Spende an die Jugendfeuerwehr.

Finanzielle Unterstützung gab es im letzten Jahr auch von Seiten der Stadt. Insgesamt stellten die Gremien der Feuerwehr trotz knapper Kassen Mittel in Höhe von rund 14.000 Euro für Investitionsgüter zur Verfügung die unter anderem für die Beschaffung eines Überdruckbelüftungsgeräts, eines Mehrgaswarngeräts und eines Stromerzeugers aufgewendet wurden. Zudem verschlang die Unterhaltung der Feuerwehrhäuser, sowie die Ausstattung der Fahrzeuge mit digitalen Handfunk-Geräten einen nicht unerheblichen Teil des Geldes. Insgesamt stellten die Stadt der Feuerwehr für die Bewältigung ihrer Aufgaben somit Mittel in Höhe von 223.000 Euro zur Verfügung was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 5,6 Prozent bedeutet.

Die eingeplanten Investitionsmittel für 2014 zeigten, dass es die Gremien ernst meinen mit der Unterstützung der Feuerwehr, sagte Stadtbrandinspektor Werner Beier. Alleine für den Hersteller-Wechsel der Atemschutzgeräte die in Zukunft nicht mehr wie bisher in Hanau gewartet werden können, stellte die Stadt rund 36.000 Euro an zusätzlichen Mitteln bereit. Um weitere Kosten einzusparen wird sich die Feuerwehr hierbei an einer kreisweiten Beschaffung beteiligen die allerdings erst Anfang 2015 umgesetzt werden wird.

Weitere 9300 Euro wurden hingegen für eine Ersatzbeschaffung des Aggregats für das hydraulische Rettungsgerät bereit gestellt, weitere 3000 Euro für die Auffrischung der Hepatitisimpfung.

Auch für die geplante Dachsanierung am Standort in Langendiebach stehen Mittel in Höhe von 75.000 Euro bereit. Zudem wurde für die Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplan, der unter anderem die Suche eines neuen Standortes für die Wehr Langendiebach beinhaltet, eine externe Vergabe beschlossen die mit rund 10.000 Euro zu Buche schlägt.

Trotz der großen Unterstützung ließ Stadtbrandinspektor Werner Beier auch Kritik gegenüber der Stadt laut werden. Zwar sei durch einige Schichtarbeiter die Tagesalarmsicherheit derzeit noch gewährleistet, doch seien viel zu wenige Kameraden bei der Stadt beschäftigt um dies auch in Zukunft gewährleisten zu können. Gleichgültig wie dies verwaltungsrechtlich als auch arbeitsrechtlich sei, müsse hier dringend etwas geschehen. Dies könnte zum Beispiel eine generelle Verpflichtung zum Feuerwehrdienst bei Neueinstellungen, oder die gezielte Einstellung von Feuerwehrangehörigen sein, erklärte Beier. Unter anderem wurde bereits ein Arbeitskreis mit der Stadt gegründet um mit einer Image-Kampagne Jugendliche und Quereinsteiger anzusprechen.

„Es ist einer der wenigen Anlässe, bei denen ich mich erdreisten darf, für alle Bürgerinnen und Bürger zu sprechen“ sagte Bürgermeister Stefan Erb in seiner Rede an die Einsatzkräfte. Zwar sei die Bereitschaft zu Ehrenamt bei vielen da, doch der Trend sich an etwas wie die Feuerwehr zu binden sei rückläufig, so Erb. Erschreckt sei er jedoch wie sehr die Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehr bei vielen Bürgern nachgelassen habe, so beschwere man sich beispielsweise immer öfters über eingeschaltete Sirenen. „Solche Bürger sollten sich mal einen Einsatz wie den am gestrigen Abend anschauen, das ist keine Kleinigkeit, da geh es um Menschenleben. Dann würden sie sich wahrscheinlich ganz schnell für einen solchen Kommentar entschuldigen“, äußerte Erb seine ganz private Meinung zu den Vorfällen.

Auch die Stadtjugendfeuerwehrwartin Esther Alix äußerte sich in ihrem Bericht zuerst verärgert über das Verhalten einiger Bürger. So komme es immer häufiger vor, das bei den jährlichen Weihnachtsbaumsammlungen die Geldspenden von den Bäumen geklaut würden, die eigentlich ein dringend benötigte Mittel für die Jugend seien.

Dennoch gab es mit einer Großübung zum 60 jährigen Jubiläum der Langendiebacher Jugendfeuerwehr, der ältesten Jugendfeuerwehr im Main-Kinzig-Kreis und zahlreichen Aktivitäten wie einem Zeltlager oder der Teilnahme an den Gaudiwettkämpfen viel erfreuliches aus dem vergangenen Jahr zu berichten. In Bezug auf die geplante Mitgliederwerbung unterstrich die Stadtjugendfeuerwehrwartin, dass man nicht mehr weit entfernt sei von der Gründung einer Kinder-Feuerwehr, was jedoch nicht zur zusätzlichen Aufgabe der Jugendfeuerwehr werden dürfe und nur mit ausgebildeten Pädagogen und Freiwilligen umgesetzt werden könne.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung standen auch wieder einige Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung die von Kreisbrandmeister Erich Geyer durchgeführt wurden. So wurde Andreas Stein, Stefan Schneider und Kevin Paulus das silberne und Walter Stolper das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande verlieren und der Langendiebacher Wehrführer und stellvertretende Stadtbrandinspektor Björn Winterhalter vom Brand- zum Oberbrandmeister befördert. Ebenfalls wurde einige Einsatzkräfte vom Vorsitzenden der DLRG Eckhard Haendel, der bestandenen Rettungsschwimmschein überreicht, den diese im Rahmen des Dienstports erlangt hatten. (mibe/HA)