Freiwillige Feuerwehr Langendiebach

Main-Kinzig-Kreis. – Am heutigen Freitag, 13. Mai, werden gegen 10 Uhr einige Smartphones laut klingeln. Denn für diesen Zeitpunkt kündigt das Gefahrenabwehrzentrum des Main-Kinzig-Kreises einen Probealarm über die Katwarn-App an. „Vor eineinhalb Jahren haben wir das elektronische Warnsystem Katwarn in unserem Kreis eingeführt. Seither haben mehr als 5.000 Bürgerinnen und Bürger diese App auf ihrem Smartphone installiert. Das heißt, dass sie im Falle einer größeren Katastrophe, ob das nun eine Überschwemmung oder ein Flächenbrand ist, direkt über ihr Mobiltelefon gewarnt werden. Ich kann nur jedem wärmstens empfehlen, dieses Angebot aus dem Internet herunterzuladen“, erklärt Landrat Erich Pipa. Bundesweit nutzen bereits mehr als zwei Millionen Menschen diese App auf mobilen Endgeräten verschiedenen Typs.

Der Start für Katwarn erfolgte 2014. Bis heute haben mehr als 5.000 Bürgerinnen und Bürger die App heruntergeladen.

Der 13. Mai ist der bundesweite Rauchmeldertag. Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ – unter anderem getragen vom Deutschen Feuerwehrverband – weist mit diesem Aktionstag auf die Bedeutung von Warnmeldern hin. „Die App Katwarn verfolgt ein ähnliches Ziel wie die klassischen Rauchmelder in Wohnungen, nur eben auf andere Unglücke und ein komplettes Gebiet bezogen“, verdeutlicht Pipa, der 2014 den Startschuss für Katwarn im Main-Kinzig-Kreis gegeben hatte. „Wir wollen frühzeitig die Bevölkerung warnen, zu ihrer eigenen Sicherheit und zur Erleichterung der Arbeit unserer Rettungskräfte. Deshalb wird der Rauchmeldertag bei uns zum Rauchmelder- und Katwarn-Tag. Es ist für alle Nutzer der App auch die Gelegenheit zu überprüfen, ob ihre Einstellungen stimmen und man eine Meldung laut genug hören kann.“

In mehreren Kreisen, die Katwarn unterstützen, werden am kommenden Freitag um 10 Uhr Probealarme ausgelöst. Neben dem Main-Kinzig-Kreis sind dies unter anderem Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau sowie der Landkreis Offenbach, die einen gemeinsamen Funktionstest des elektronischen Warnsystems ausführen. Gegen 10.30 Uhr wird Entwarnung gegeben. Künftig soll der Aktionstag für Rauchmelder auch dazu dienen, einen gemeinsamen Tag für den Probebetrieb zur Warnung der Bevölkerung mittels Sirenen beziehungsweise mittels elektronischer Warnsysteme zu etablieren. Daran wird sich das Gefahrenabwehrzentrum des Main-Kinzig-Kreises beteiligen.

Weitere Erläuterungen zu Katwarn finden Interessierte im Internet unter www.katwarn.de. Auf dieser Seite gibt es auch Erläuterungen zur Anmeldung und zur Funktion. Benachrichtigungen können per SMS, E-Mail beziehungsweise direkt über die App auf den Smartphones beziehungsweise den Tablet-PCs empfangen werden. Dabei besteht auch die Möglichkeit, sich sowohl für den Wohn- als auch den Arbeitsort anzumelden, um so über katastrophische Ereignisse früh im Bilde zu sein. Mit der Katwarn-App werden parallel auch die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes verbreitet. Folgekosten durch die Installation der App entstehen keine; die Kosten für Warnungen und Informationen per SMS trägt die jeweils auslösende Gebietskörperschaft entsprechend ihrer im Bundesland Hessen bestehenden gesetzlichen Verpflichtung.

 
www.katwarn.de
www.rauchmelder-lebensretter.de