Um 22:37 Uhr wurden am heutigen Abend die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Erlensee, die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Hanau sowie Einheiten von Polizei und Rettungsdienst zu einem Gefahrstoffaustritt in einem Logistikunternehmen in der Marie-Curie-Straße im Stadtteil Langendiebach alarmiert.

Bei Arbeiten im betroffenen Logistikunternehmen wurde ein Behälter mit einer ätzenden Flüssigkeit beschädigt, woraufhin ein Großteil der Flüssigkeit ausschließlich in der Logistikhalle austreten konnte. Beim Versuch die Flüssigkeit zu beseitigen, verletzten sich drei Arbeiter. Diese wurden umgehend vom Rettungsdienst versorgt und anschließend in ein Hanauer Krankenhaus gebracht.

Die Rettungskräfte wurden entsprechend der Alarm- und Ausrückeordnung mit einem Großaufgebot an die Einsatzstelle alarmiert. Neben den beiden Stadtteilwehren aus Erlensee kamen unter anderem die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Hanau mit dem Gerätewagen-Gefahrgut und dem Gerätewagen-Messtechnik sowie der Gefahrgutzug der Feuerwehr Hanau zum Einsatz. In der ersten Phase wurde die Halle geräumt, der betroffene Bereich abgesichert und umfangreiche Erkundungsmaßnahmen durchgeführt. Nachdem durch Spezialkräfte mit Chemikalien-Schutzanzügen ermittelt werden konnte, welche Flüssigkeit ausgetreten war, wurden weitere Trupps eingesetzt, um eine Ausbreitung der Flüssigkeit zu verhindern. Eine Gefahr für Menschen, Tiere oder Umwelt bestand nicht.

Parallel dazu wurde vom Gefahrgutzug der Feuerwehr Hanau ein Dekontaminations-Platz eingerichtet, um die eingesetzten Kräfte nach Beendigung ihrer Tätigkeit reinigen zu können. Dadurch wurde eine Ausbreitung des Stoffes verhindert. Außerdem wurde die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet. Zu dieser Zeit waren insgesamt rund 90 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz.

Im weiteren Einsatzverlauf kamen mehrere Trupps unter Atemschutz zum Einsatz, um die Flüssigkeit mit speziellem Bindemittel abzustreuen und aufzunehmen. Der Einsatz von Chemikalien-Schutzanzügen war nicht mehr notwendig, Einmalanzüge waren zu diesem Zeitpunkt ausreichend. In der Nacht wurde von der benachbarten Feuerwehr Langenselbold noch weiteres Bindemittel zur Einsatzstelle gebracht.

Für die Beseitigung des aufgenommenen Stoffes sowie zur Reinigung der Logistikhalle und der Einsatzmittel wurde schließlich eine Fachfirma hinzugezogen. Die letzten Kräfte der Feuerwehr konnten die Einsatzstelle gegen 04:20 Uhr verlassen.

 

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